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Bericht von der Kunstausstellung

Mit den beiden künstlerischen Newcomern Theo Cantenbrot und Anatol Pecuniator sind zwei neue, helle Sterne an Deutschlands Kulturhimmel aufgegangen. Die beiden Künstler stellten ihre Werke im Rahmen einer Vernissage einem begeisterten Publikum vor.

"Gerade die Schlichtheit der Werke, die sich in einer existentiellen Farb- und Formenarmut äußert, bildet einen wichtigen Ruhepol in unserer von Reizen überfluteten Welt." äußerte sich der bekannte Kunstprofessor Dr. Eberhard Nebelhirn zur Ausstellung.

Besonders zwei Werke seien hervorgehoben:
Erstens die Skulptur "Regen" von Anatol Pecuniator. Es handelt sich hierbei um eine feuchtes Handtuch auf einem Marmorsockel. Es symbolisiert den Kampf der Natur gegen Produkte des Menschen, wobei eine Art von Patt-Situation entsteht. Das Handtuch bleibt ein Handtuch, doch es ist feucht vom Regen; sein Zustand wird von der Natur verändert, ohne es jedoch in seiner Struktur zu ändern. So wird der Kampf ewig währen und niemals entschieden werden.

Zweitens ist das Werk "Erinnerungen der Leber" von Theo Cantenbrot zu nennen, eine großformatige Collage aus Wein- und Bierflaschenetiketten, wie zufällig auf der Leinwand angeordnet. Hier wird ein Bezug von einem Teil des Menschen (Leber) zu einem Teil einer Getränkeflasche (Etikett) hergestellt, verbunden durch einen immateriellen Begriff (Erinnerung). Das Werk hebt sich insbesondere dadurch von den anderen Exponaten ("Weißes Rauschen", "In der Wolke" oder "Gesicht des Nichts") ab, daß überhaupt etwas auf dem Bild zu sehen ist.

Alles in allem war es eine gelungene Ausstellung, sowohl vom künstlerischen wie vom finanziellen Aspekt:
Alle Bilder der beiden Künstler wurden für einen nicht näher genannten Betrag von japanischen Investoren aufgekauft.

(c) Bernd Walf