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Doktor Kasper (1)

"Seid Ihr alle da?"
Die unglaubliche Geschichte von Dr. Kasper, sein wunderliches Leben und seine Berufung.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir erinnern uns...

Dr. Kasper, der sich bekanntlich bereits in jungen Jahren als Volksschauspieler einen Namen machte (es sei an die berühmten Theater seines Namens erinnert), tat sich schon bald in seinem brennenden Wunsch hervor, seine Mitmenschen mit Rat und Tat zu unterstützen und ihnen beizustehen, um damit ihnen (und natürlich sich selbst) zu einem lebenswerten Leben zu verhelfen. Soweit er auf seine Theaterstücke Einfluss nehmen konnte, versuchte er stets diese Thematik unterzubringen (Schutz der Prinzessin vor dem Krokodil, Schutz von Gretel vor den Räubern usw.). In dieser Zeit machte er auch seine erste Erfindung: die sog. "Pritsche", die zum Züchtigen von Bösewichten und Spitzbuben diente. Damit begann eine lange Reihe höchst erstaunlicher Erfindungen und Entdeckungen, die sich bis in die heutige Zeit fortsetzt. Das Wohl der Menschheit hat Dr. Kasper immer schon am Herzen gelegen. Das wenige Geld, das er in seinen frühen Jahren als Volksschauspieler bekam, reichte nicht hinten und nicht vorne. Sein weiches Herz und seine Großzügigkeit sorgten dafür, dass das Geld nie lange bei ihm blieb. Allzu oft teilte er seinen Lohn schon gleich nach den Vorstellungen unter den bedürftigen Gastwirten der Stadt auf. Viele erinnern sich noch gern an das fröhliche "Prosit", mit dem Dr. Kasper seine Gaben zu begleiten pflegte. Seine oft unzureichende finanzielle Kapazität zwang Dr. Kasper stets zum Maßhalten: Manchmal hielt er in jeder Hand eine Maß! Um seine kargen Einnahmen wenigstens etwas aufzubessern, musste er sich einiges einfallen lassen. So saß er zum Beispiel Modell für verschiedene Spielkartenfabrikanten, die sein Konterfei auf einige ihrer Produkte bannten. Heute noch freut sich ein jeder, wenn er während des Spiels eine Dr. Kasper-Karte zieht (Heute: "Joker").

Aber auch in der bildenden Kunst sass Dr. Kasper fest im Sattel, denn wie wir wissen, betätigte er sich unter anderem auch als Songwriter. Wer kennt nicht das Lied "Tri-Tra-Trullalla", eines seiner schönsten und bekanntesten Jugendwerke. Aber erst in seinen reiferen Jahren schuf er die leider wenig bekannten Medizinal- Lieder; ein Werk von außerordentlicher wissenschaftlicher Tragweite, da hier Heilung mit den Mitteln der Kunst erreicht wird. Nicht wenige Wissenschaftler (darunter auch Nobelpreisträger und solche, die keinen Nobelpreis erhielten) vergleichen die Medizinal-Lieder sogar mit den handbemalten Hühneraugenpflastern von Leonardo da Vinci. Aber davon soll später noch die Rede sein.
Kurz gesagt: Dr. Kasper war in jeder Hinsicht sehr flexibel, was sich unter anderem dadurch zeigte, dass er im Sommer zum Schwitzen neigte, im Winter dagegen eher zum Frieren.

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